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Andererseits, sein Opa erzählte oft von Berlin, schöne Geschichten über eine blühende Kultur. Auf die Frage, was er in Israel vermisse, antwortet Andreas Merk: In Israel macht sich Nationalismus breit. Ihre Heimat hat sie geprägt, die Unterschiede ihrer Herkunft machen sich bemerkbar. In einer wichtigen Sache allerdings gab es keinerlei Diskussion.

Sie haben Zwillinge, Heymann hat sie mit einer Bekannten gezeugt. Als es um die Namen ging, sagte Merk: Sie sollten auch beschnitten werden. Nur die Wiegenlieder, mit denen er sie in den Schlaf singt, sind deutsch. Er legt sie sich dann auf die Brust. Sie sehen so selig aus wie Tomers Mutter, wenn er für sie singt. Die junge Frau wollte einen Praktikumsplatz, sie träumte davon, Konditorin zu werden. Und wo sollte das besser gehen als beim bekanntesten Konditormeister Israels? Doch am Tag des Vorstellungsgesprächs war sein Büro leer.

Die beiden heirateten, bekamen zwei Kinder. Diese Mentalität verbindet die Israelin, deren Eltern einst aus der Tschechei und dem Irak eingewandert waren, mit dem Konditor aus dem Schwabenland — seit 20 Jahren.

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Auch Hans Bertele musste sich sein Leben in Israel hart erarbeiten. Der Konditor hatte nie geplant, dorthin auszuwandern. Doch als sein Hotelchef einst nach Tel Aviv versetzt wurde, kam er auf dessen Bitte hin mit. Nur für einen kurzen Aufenthalt, wie Bertele dachte — aus gutem Grund: Meine Mitarbeiter versuchten, mich rauszuekeln. Seine Widersacher wurden bald entlassen, und der Deutsche begann, das Land zu erkunden.

Er machte sich einen Namen als einer der besten Konditoren Israels. Als Bertele seine erste Frau kennenlernte, trat er zum Judentum über. Die Rabbiner machten es ihm nicht leicht: Sechsmal wiesen sie ihn ab. Dennoch gehörte er noch immer nicht richtig dazu. Als der Jom-Kippur-Krieg ausbrach, konnte Bertele auch sie überzeugen: Er diente sechs Monate in der Artillerie, focht schwere Schlachten für seine Wahlheimat. Auch die Eltern seiner zweiten Frau Galit störten sich wenig an seiner Herkunft, obwohl viele ihrer Angehörigen im Holocaust ermordet worden waren.

Der zukünftige Schwiegersohn machte ihnen ganz andere Sorgen: Hans Bertele war 25 Jahre älter als ihre Tochter, geschieden, Vater von sechs Kindern und nach einer missglückten Unternehmensgründung hoch verschuldet. Galit hielt dennoch zu ihm. Zwar liebe sie Land und Leute, doch falle ihr das Leben hier schwer: Ihr Wunsch wird sich kaum erfüllen, denn Hans Bertele ist israelischer Patriot. Er ist stolz darauf, dass seine Tochter in einer Kampfeinheit dienen wird. Das Interview führt er auf Hebräisch, und ein Weihnachtsbaum kommt ihm nicht ins Haus. Er sagt: Das ist meine Heimat.

Ihr Mann ist das, wovon in Israel viele Frauen träumen. Er war mal Rechtsanwalt, heute ist er Fernsehkoch, ein Star. Kann das gut gehen? Sie musste sich anfangs sehr überwinden, sich überhaupt auf diesen Mann einzulassen. Er sagt, der Holocaust habe ihn nie gehemmt. Eines Tages kamen israelische Schüler in seine Schule. Sie sangen auf Hebräisch, tanzten dazu. Er beschloss, anderthalb Jahre nach Israel zu gehen. Als er zurückkam, wurde er beinahe von einem herabfallenden Balken erschlagen. Er begann eine spirituelle Suche bei Rabbinern.

Vor elf Jahren entschied er, zum Judentum überzutreten. Der Jurist und Banker packte seine Sachen und wanderte nach Israel aus. Seine Eltern waren entsetzt. Die erste Zeit war schwer. Sie schickten ihn fort, jahrelang, immer wieder. Sie zwangen ihn, jeden Synagogenbesuch, jede Unterrichtsstunde beglaubigen zu lassen, als Nachweis dafür, dass er es wirklich ernst meinte. Er hatte keine Arbeitsgenehmigung, also lebte er auf Pump und schlief jede Nacht bei anderen Bekannten.

Erst nach drei Jahren nahmen die Rabbiner ihn endlich auf.

Und gut einen Monat später begegnete er seiner Frau, Dana. Er sah sie zufällig auf einer Bank sitzen. Auch Dana fand schnell Gewissheit. Sie sagt heute: Wenn sie Mülltüte mit Essensresten wegwirft, hält sie manchmal inne und denkt, dass das für ihre Verwandten im Getto ein Schatz gewesen wäre. Sie träumte nachts davon, wie sie vor Männern in Uniform und genagelten Stiefeln flieht. Wie sollte sie mit einem Mann leben, der daheim am Telefon Deutsch sprach?

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Würde sie es aushalten, in ihrem Zuhause diese Sprache zu hören, die sie aus Schoah-Filmen kannte und mit der sie nichts anderes verband? Sie entschied es zu versuchen. Als sie es ihrer Familie erzählte, war sie überrascht.


  • Sexualität in Israel – Wikipedia.
  • Israel: Wenn Deutsche und Israelis sich lieben - WELT.
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  • Israel: Wenn Deutsche und Israelis sich lieben!
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  • vorsichtiges kennenlernen?

Ihr Vater war stolz auf den künftigen Schwiegersohn. Das war lange, bevor der einen Kochwettbewerb in der beliebtesten Sendung des israelischen Fernsehens gewann. Dieser Sieg machte Franz zu einem Star in Israel. Und ihn und seine Frau zu Botschaftern. Denn auch sie hat sich auf ihn eingelassen, auf die Kultur, aus der er kommt. Als Jugendliche mied sie deutsche Produkte, sogar Radiergummis. Heute geht sie gern shoppen, wenn sie beide in Deutschland sind. Und als in Israel im vergangenen Jahr plötzlich Juden in die Kritik gerieten, weil sie nach Berlin umsiedelten, nahm sie diese Menschen in Schutz.

Sie kann sich inzwischen sogar vorstellen, eine gewisse Zeit in der Heimat ihres Mannes zu leben. Sie haben Bedenken, weil alles so schnell geht: Ihr Sohn kennt die Deutsche erst wenige Tage. Also soll Uri seine Herzenswahl zumindest genauer in Augenschein nehmen. Eine Tante hatte ihm einmal gesagt, man habe dort viel bessere Manieren; er dürfe keinesfalls die Ellbogen auf den Tisch stellen.

Doch damals platzte er mitten in den rheinischen Karneval. Zehn Jahre ist das jetzt her. Die Physiotherapeutin war schon als Jugendliche oft in Israel gewesen: An jenem Abend dann, in der Bar, begegnete sie Uri Alexandrovitz. Der Eigentümer einer Privatschule und Start-up-Unternehmer versuchte, die hübsche Blondine mit seinem Smartphone zu beeindrucken. Es reichte zumindest für eine unverbindliche Einladung nach Berlin. Dort lud Uri sie dann an der Spree auf ein Bier ein. Aus einem Drink wurden viele und aus einer langen Nacht der Anfang einer festen Beziehung.

Sie lassen Kommunikation nur innerhalb des "Koshernet" zu, mit communityeigenem Browser und mächtigen Firewalls gegen das Böse schlechthin. Ihr Schlachtruf "Ich will als Gläubige respektiert sein, ohne zur Jungfräulichkeit verdammt zu werden!

Tel Aviv: Hier tobt das pralle Leben - FIT FOR FUN

Sie nennen sich selbstironisch "orthodox light", oder, wie Sarah erläutert, "gläubig nur noch in den Hardcore-Bereichen Sabbat, koscher, Gottesfurcht". Und sie machen gegen die Oberhoheit des Rabbinats über ihr Liebesleben mobil. Die Reaktion Gleichgesinnter auf ihr Manifest religiöser Emanzipation ist enorm. Auch unsere Bewegung zeigt, dass die Fronten bröckeln. Bei Yoram Yovell, einem der prominentesten Psychotherapeuten Israels, liegen denn auch immer häufiger Frauen auf der Couch, die unter dem Spagat zwischen frommer und säkularer Welt leiden.

Yovell hat über die Paarprobleme von Zions zerrissenen Erben erfolgreiche, populärwissenschaftliche Werke veröffentlicht. Und da sind die gebrochenen Helden, Israels "Golden Boys", aktive oder ehemalige Offiziere der Armee, die für ihre Verdienste um das Gelobte Land von den Frauen noch immer Bewunderung erwarten, doch deren Körper nicht mehr einfach nehmen können wie Tapferkeitsmedaillen.

Fighter, deren Karrieren den Bach runtergehen, weil sie das Grapschen nicht lassen können - wie ihre Buddies in höchsten Ämtern, wie Moshe Katsav, der Staatspräsident, der zurücktreten musste, wie Haim Ramon und Yitzhak Mordechai, die es vom Ministersessel direkt auf die Anklagebank katapultierte.

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